54 Minuten: Jeder hat Angst vor dem Jungen mit der Waffe | Marieke Nijkamp


Leseviren in 54 Minuten: Jeder hat Angst vor dem Jungen mit der Waffe von Marieke Nijkamp entdeckt. Das Buch kann LESEN verursachen oder eine bestehende Influenza Bookosa verschlimmern!

Marieke Nijkmap - 54 Minuten

Titel: 54 Minuten: Jeder hat Angst vor dem Jungen mit der Waffe | Autor: Marieke Nijkamp | Veröffentlichung: September 2017 | Verlag: Fischer | Übersetzung: Mo Zuber  | Ausgaben: Broschiert, eBook | Bücherregal: Jugendbuch

Inhalt

Marieke Nijkamps packender Roman, der zum Riesenüberraschungserfolg in den USA wurde, behandelt ein brisantes Thema und wirkt wie ein Echo aktueller Ereignisse: Amok in der Schule.

54 Minuten, die alles zerstören

Es passiert nicht viel im verschlafenen Opportunity, Alabama. Wie immer hält die Direktorin in der Aula der Highschool ihre Begrüßungsrede zum neuen Schulhalbjahr. Es ist dieselbe Ansprache wie in jedem Schulhalbjahr. Währenddessen sind zwei Schüler in das Büro der Schulleitung geschlichen, um Akten zu lesen. Draußen auf dem Sportgelände trainieren fünf Schüler und ihr Coach auf der Laufbahn für die neue Leichtathletiksaison. Wie immer ist die Rede der Dirketorin exakt um zehn Uhr zu Ende. Aber heute ist alles anders.

Als Schüler und Lehrer die Aula verlassen wollen, kann man die Türen nicht mehr öffnen. Einer beginnt zu schießen.
Tyler greift seine Schule an und macht alle fertig, die ihm unrecht getan haben.
Aus der Sicht von vier Jugendlichen entfaltet sich der Amoklauf, bis die letzte Kugel verschossen ist. (Quelle: Verlag)

Meinung

Als ich das erste Mal die Verfilmung zum gleichnamigen Roman We need to talk about Kevin gesehen habe, war ich geschockt und fasziniert. Wow, was für ein Thema! Und Wow, welchen Mut es erfordert, darüber zu schreiben! Als ich in der Vorschau dann auf das Buch von Marieke Nijkamp aufmerksam wurde, war klar: Das MUSS ich lesen!

Ein Amoklauf an einer Schule. Verübt von einem Schüler, der jahrelang selbst dort auf den Schulbänken saß, in der Cafeteria gegessen hat, nachsitzen musste, gelacht, gelebt und sich vielleicht sogar ein-zweimal verliebt hat. Eben ganz normale Dinge. Dass es im Inneren dieses Schülers alles andere als normal aussieht, merkt man nicht. Aber wie sieht es denn im Inneren des Täters aus? Was geht in den Opfern vor?

Die Autorin erzählt die Geschichte in kurzen Zeitraffern aus unterschiedlichen Perspektiven. Jedes Kapitel stellt nur Minuten dar, die sich in so einer Situation – eingeschlossen in der Aula mit einem Jungen, der um sich schießt – wie Stunden anfühlen. Normalerweise bin ich großer Fan von kurzen, knackigen Kapiteln. Normalerweise sorgen sie für Abwechslung und Tempo in der Geschichte. Normalerweise.

In diesem Fall besaßen die sehr kurzen Kapitel ungeahnte Längen, was womöglich daran liegt, dass zu einem Großteil die innere Gefühlswelt der Protagonisten beschrieben wird und keine oder nur wenig aktive Handlung stattfindet. Das mag so gewollt sein, es geht schließlich um ein hoch emotionales Thema, dennoch störte ich mich daran.

Fazit

Marieke Nijkamp hat einen Jugendroman geschrieben, der zwar ein hochbrisantes Thema behandelt, dem es handwerklich aber an Spannung und Tempo fehlt, um die Emotionen der Protagonisten situationsgerecht zu transportieren. Leser, die sich für diese Thematik interessieren und die sich an ein paar Längen nicht stören, werden aber sicher daran gefallen finden.

Einschätzung

Wie hoch ist das Infektionsrisiko bei diesem Buch und welche Personen sind besonders gefährdet? Wir haben einige ausgewiesene Bookosa-Experten (Buchblogger & Booktuber) zum Gefahrenpotential von 54 Minuten: Jeder hat Angst vor dem Jungen mit der Waffe befragt.

Risiko
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Infos

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