Anna und der Schwalbenmann | Gavriel Savit 2


Leseviren in Anna und der Schwalbenmann von Gavriel Savit entdeckt. Das Buch kann LESEN verursachen oder eine bestehende Influenza Bookosa verschlimmern!

Gravriel Savit - Anna und der Schwalbenmann

Titel: Anna und der Schwalbenmann | Autor: Gavriel Savit | Veröffentlichung: Februar 2016 | Verlag: Cbt | Ausgaben: Hardcover, eBook, Hörbuch | Originaltitel: Anna and the Swallow Man | Übersetzung: Sophie Zeitz-Ventura | Hörbuch Sprecherin: Laura Maire | Bücherregal: Jugendbuch | Stichwörter: Nationalsozialismus, Krieg, Flucht, Vertrauen, Wahrheit

Erster Satz
Als Anna Lania am Morgen des 6. November im Jahr 1939 – ihrem siebten Jahr – aufwachte, gab es verschiedene Dinge, von denen sie nichts wusste.

Inhalt
Krakau, 1939. Anna ist noch ein Kind, als die Deutschen ihren Vater mitnehmen, einen jüdischen Intellektuellen. Sie versteht nicht, warum. Sie versteht nur, dass sie allein zurückbleibt. Und dann trifft Anna den Schwalbenmann. Geheimnisvoll ist er, charismatisch und klug, und ebenso wie ihr Vater kann er faszinierend viele Sprachen sprechen. Er kann Vogellaute imitieren und eine Schwalbe für sie anlocken. Und er kann überleben – in einer Welt, in der plötzlich alles voller tödlicher Feindseligkeit zu sein scheint. Anna schließt sich dem Schwalbenmann an, lernt von ihm, wie man jenseits der Städte wandert, sich im Wald ernährt und verbirgt. Wie man dem Tod entkommt, um das Leben zu bewahren. Aber in einer Welt, die am Abgrund steht, kann alles gefährlich werden. Auch der Schwalbenmann.(Quelle: Verlag)

Meinung

Über den Nationalsozialismus und den zweiten Weltkrieg liest man häufig in Geschichtsbüchern und Romanen für Erwachsene. Die mir bekannten Jugendbücher, die sich diesem sensiblen Thema annehmen, kann ich an einer Hand abzählen. Ich verstehe die Gründe, trotzdem bedauere ich diesen Umstand sehr. Sind es doch häufig Kinder, die hinter Masken und Mauern schauen.

Graviel Savit begibt sich für sein Jugendbuch-Debüt ins Krakau der 1930er Jahre. Die Lage verschärft sich, Menschen verschwinden, eine denkbar ungünstige Situation für ein elternsloses Mädchen. Die Geschichte, die der Autor aus diesen Fäden spinnt ist klug. Sehr klug. Und er erzählt sie in unterschiedlichen Sprachen. Mit der Klarheit eines Kindes, mit der Verzweiflung eines Juden, mit der Unnachgiebigkeit des Krieges und der Härte einer Flucht.

Die Ereignisse um Anna, den Schwalbenmann und den Krieg werfen Fragen auf, von denen einige unbeantwortet bleiben. Auch die Handlung ließe sich in drei Sätzen erzählen. Das Ende ist ungewöhnlich offen und lässt viel Freiraum für eigene Interpretationen. Das wird vielleicht nicht jedem gefallen, doch für mich war es perfekt.

Fazit

Ein ruhiges Buch mit einer starken Geschichte, die der Autor in poetischer Sprache erzählt. Sätze, die man umarmen möchte, Protagonisten zum Lieben und Fürchten und der Hauch eines modernen Märchens. Ich für meinen Teil, wünsche mir mehr solcher Bücher. Nicht nur für junge Erwachsene, sondern für jedermann. Absolute Leseempfehlung!

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Buchhandlung des Monats

Frohes LESEN. 🙂

 

Einschätzung

Wie hoch ist das Infektionsrisiko bei diesem Buch und welche Personen sind besonders gefährdet? Wir haben einige ausgewiesene Bookosa-Experten (Buchblogger & Booktuber) zum Gefahrenpotential von Anna und der Schwalbenmann befragt.

Risiko
Experten-Einschätzung & Rezensionen
4 Yvi: Eine märchenhafte, etwas andere Kriegsgeschichte, die verzaubert. Tolle Schreibweise! Besonders mochte ich die Sprache in der, der Schwalbenmann den Krieg einer 7 jährigen erklärt. [mehr]
frei Info für Buchblogger & Booktuber: Hier könnte DEINE Rezension stehen!

Infos

Bookosa Postkarte - Besuch-Lesen-Meeting

  • Biografie: Gavriel Savit machte seinen Abschluss an der Universität in Michigan und trat als Musicaldarsteller bereits auf drei Kontinenten auf. Dies ist sein Debüt.
  • Bekannte Bücher des Autors: Anna und der Schwalbenmann
  • Persönlich: Ich hoffe sehr auf weiteren Lesestestoff des talentierten Autors.
Weiterführende Informationen

2 Gedanken zu “Anna und der Schwalbenmann | Gavriel Savit

  • Sandy

    Hallo, liebe Shanti!
    Unheimlich schön umschrieben hast du deine Eindrücke. Da freue ich mich, dass dieses Buch als nächstes von mir gelesen wird.
    Also, ich kann dir nur „Salz für die See“ von Ruta Sepetys ans Herz legen. Bin fest davon überzeugt, dass mit dem Buch dein Durst nach mehr etwas gestillt wird. Es erscheint im Herbst. Habe es vor kurzem auf Englisch gelesen und es lässt mich nach wie vor nicht so recht los. Es sind halt doch Geschichten, wie sie genauso unsere Großeltern o.ä. hätten erzählen können. Für mich besser, als wie jedes Geschichtsbuch in der Schule. Meine Urgroßmutter erzählte mir einiges von ihrem Mann, denn ich nie kennenlernen durfte. Ein Soldat, der bereits im 1. Weltkrieg inhaftiert war und dann zum Glück für einen Einsatz im 2. Weltkrieg schon zu alt.

    Lieben Gruß,
    Sandy

    • Shanty Autor des Beitrags

      Hallo, liebe Sandy!
      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar inklusive Buchtipp! Habe ich mir gleich mal angesehen und in diesem Zuge auch gleich auf die Wunschliste gepackt – Danke! Bin sehr gespannt, wie/ob dir das Buch gefällt, hab da aber ein gutes Gefühl 🙂 Lass gerne mal hören, wie du das siehst und fühl dich herzlichst gegrüßt

      Shanty

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