Die Mütter | Brit Bennett


Leseviren in Die Mütter von Brit Bennett entdeckt. Das Buch kann LESEN verursachen oder eine bestehende Influenza Bookosa verschlimmern!

Titel: Die Mütter | Autor: Brit Bennett | Übersetzung: Robin Detje | Veröffentlichung: April 2018 | Verlag: Rowohlt | Ausgaben: eBook, Hardcover | Bücherregal: Roman

Inhalt
Brit Bennett gilt als das Wunderkind der neuesten US-Literatur. Aus dem Stand sprang die 26jährige Afroamerikanerin mit ihrem ersten Roman an die Spitze der Bestsellerliste. Sie wurde für den PEN-Award nominiert und erntete begeisterte Kritiken; zuletzt kündigte Warner Bros. die Verfilmung an.
‚Die Mütter‘, so nennen sich die alten Frauen in der kleinen kalifornischen Gemeinde Oceanside. Sie sind Zeugen des Skandals, mit dem dieser Roman beginnt. Ein Skandal ist es, wenigstens aus ihrer Perspektive: Dass Nadia Turner, deren Mutter sich das Leben genommen hat, mit Luke, dem Sohn des Pastors … Dass Nadia Turner ein Baby bekommt … Oder vielmehr beschließt, es nicht zu bekommen. Und das ist erst der Anfang der Geschichte, der Anfang einer Geschichte voller Zuneigung und Komplikationen.
Nadia kehrt der Kleinstadtenge bald den Rücken, sie geht aufs College, bereist die Welt. Aubrey, ihre beste Freundin, bleibt und stellt sich auf ihre Weise gegen den Chor der alten Frauen, deren Stimmen über die Jahre merklich auseinandergehen. Es dauert nicht lange und sie feiern ein neues Paar in Oceanside: Aubrey und Luke Sheppard. Und das beschäftigt die heimgekehrte Nadia mehr, als sie vor der besten Freundin zugeben kann.
Brit Bennett fragt nach dem, was uns hält und was uns bindet, mit allem Respekt und der nötigen Respektlosigkeit. Und sie erzählt von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht in einer Gelassenheit, die staunen macht: ein lebenskluger Roman über das Amerika von heute und das Amerika von morgen. (Quelle: Verlag)

Meinung

Die Zeitungen sind schnell, wenn es um Superlative und Extreme geht. Entweder ein Buch ist extrem gut oder extrem schlecht. Der Autor weiß sein Talent extrem gut zu nutzen, oder er ist extrem gut darin, es nicht zu nutzen. Im Fall von Brit Bennett heißt es: Amerikas neues Wunderkind. Eine 26-Jährige Afroamerikanerin, die mit ihrem Debüt ein ganzes Land verzaubert. Da muss ich doch mal rein lesen.

Und es hat sich gelohnt! Brit Bennett erzählt eine Geschichte, in der es um Frauen, die Komplexität von Freundschaft, Moral und den eigenen Weg geht. Sie erfindet damit das Rad nicht neu, muss sie auch gar nicht. Es reicht, dass sie es mit ihrer eigenen Erzählstimme tut, denn diese ist wirklich außergewöhnlich und intensiv.

Die Protagonisten besitzen eine Tiefe und schriftstellerische Reife, die man so in einem Debüt nicht unbedingt erwartet. Zum Mitfiebern, mitdenken und ja – auch mitleiden. Besonders die Auseinandersetzung mit einem Land, das heutzutage tonangebend in unserer Gesellschaft ist, gefiel mir besonders.

Fazit

Ein kritisches, ehrliches, lesenswertes Debüt. Ein Wunderkind? Macht euch ein eigenes Bild.

Einschätzung

Wie hoch ist das Infektionsrisiko bei diesem Buch und welche Personen sind besonders gefährdet? Wir haben einige ausgewiesene Bookosa-Experten (Buchblogger & Booktuber) zum Gefahrenpotential von Die Mütter befragt.

Risiko
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