Kleine große Schritte | Jodi Picoult


Leseviren in Kleine große Schritte von Jodi Picoult entdeckt. Das Buch kann LESEN verursachen oder eine bereits bestehende Influenza Bookosa verschlimmern!

Jodi Picoult - Kleine große Schritte

Titel: Kleine große Schritte | Autor: Jodi PicoultVeröffentlichung: August 2017| Verlag: C. Bertelsmann | Ausgaben: Hardcover, eBook, Hörbuch | Übersetzung: Elfriede Peschel | Bücherregal: Romane

Inhalt

Ruth Jefferson ist eine äußerst erfahrene Säuglingsschwester. Doch als sie ein Neugeborenes versorgen will, wird ihr das von der Klinikleitung untersagt. Die Eltern wollen nicht, dass eine Afroamerikanerin ihren Sohn berührt. Als sie eines Tages allein auf der Station ist und das Kind eine schwere Krise erleidet, gerät Ruth in ein moralisches Dilemma: Darf sie sich der Anweisung widersetzen und dem Jungen helfen? Als sie sich dazu entschließt, ihrem Gewissen zu folgen, kommt jede Hilfe zu spät. Und Ruth wird angeklagt, schuld an seinem Tod zu sein. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den unterschwelligen, alltäglichen Rassismus, der in unserer ach so aufgeklärten westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist … (Quelle: Verlag)

Meinung

Mein erstes Buch von Jodi Picoult ist mir noch lange nach dem Beenden im Gedächtnis geblieben. Die Art der Auseinandersetzung mit der ernsten Thematik aus Bis ans Ende der Geschichte hat mir unheimlich gut gefallen. Hinzu kommt der wunderbar leicht zu lesende und fesselnde Schreibstil. Ähnlich erging es mir nun mit ihrem neuen Buch.

Auch hier wählt die Autorin bewusst eine Thematik, mit der sie sich selbst und ihre Leser herausfordert: Rassismus. Leider nach wie vor brandaktuell. Die erfahrene Hebamme Ruth trifft auf das Ehepaar Bauer. Ruth ist Afroamerikanerin, die Bauers sind Nazis. Insbesondere in den USA ist der Konflikt zwischen schwarz und weiß nie ganz abgeklungen. Nach all den Jahren der Aufklärung gibt es noch immer Vereinigungen wie den Ku-Klux-Klan, dem auch das Ehepaar Bauer indirekt angehört.

Als sie der Pflegeleitung zu verstehen geben, dass sie eine Betreuung durch eine dunkelhäutige Hebamme ablehnen ist der Grundstein für eine spannende Geschichte gelegt. Die Situation spitzt sich zu, als es zu einem Notfall kommt und Ruth eingreifen muss, obwohl es ihr vorher untersagt wurde. Oder muss sie das gar nicht?

Jodi Picoult beleuchtet diese intensive Geschichte aus allen Blickwinkeln und stellt so ihre Komplexität hervorragend dar. Was ist richtig und was falsch? Ist die Hebamme Schuld oder nicht? Gibt es überhaupt eindeutige Antworten auf solche Fragen? Einzig an der Übersetzung habe ich mich an mancher Stelle gestört. Wäre es doch korrekt Ruth als Hebamme und nicht als Säuglingsschwester zu betiteln. Der Geschichte hat die mittelmäßige Übersetzung allerdings nichts von ihrer Qualität genommen.

Fazit

Ein weiterer Picoult, der mich begeistern konnte. Ich freue mich auf weitere Bücher, der Autorin, die nicht vor heiklen Themen zurück schreckt. Mehr davon!

Seid ihr neugierig geworden? Dann lest doch mal rein …

Einschätzung

Wie hoch ist das Infektionsrisiko bei diesem Buch und welche Personen sind besonders gefährdet? Wir haben einige ausgewiesene Bookosa-Experten zum Gefahrenpotential von Kleine große Schritte befragt.

Risiko
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Dies & das
  • Jodi Picoult schrieb seit 1992 mehr als zwanzig Romane, mit denen sie regelmäßig Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste besetzte. Seit 2004 wurden fünf ihrer Bücher verfilmt.
  • Die gebürtige New Yorkin, die bereits zahlreiche Preise gewann, lebt heute mit ihrem Mann und drei Kindern in Hanover, New Hampshire.
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